U20-Aargauer Meisterschaft Poetry Slam Vorrunde am KV Lenzburg: Finalisten stehen fest

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Die 7. Vorrunde der Aargauer U20-Poetry-Slam-Meisterschaften fand am Donnerstagabend am KV Lenzburg Reinach statt – ein Novum, denn noch nie zuvor hat eine Berufsfachschule an den Poetry-Slam-Meisterschaften im Aargau teilgenommen.

9 Kandidatinnen und Kandidaten, Lernende aus dem M-, E- und B-Profil, stellten sich mit ihren Texten dem Wettkampf: Moderiert von Valerio Moser wurden in 2 Runden die KV-Finalteilnehmerin und der KV-Finalteilnehmer gekürt.

Mit Unterstützung von «Kultur macht Schule» konnten die jungen Künstlerinnen und Künstler in den vorbereitenden Workshops dank wertvollen Tipps von Profi-Slam-Poeten verborgene Talente entdecken oder erkannte Fähigkeiten ausbauen.

Die erste Vorrunde an der Berufsschule bot vieles: witzig-spritzige und manchmal freche Texte, aber auch solche, die zum Nachdenken anregten, in einer vollen Aula mit starker Stimmung und einem tollen Publikum. Im Finale am 21. Februar 2019 im KIFF Aarau wird die Aargauer Meisterin bzw. der Aargauer Meister bestimmt; der Gewinner oder die Gewinnerin wird an den Schweizer U20-Slam-Meisterschaften teilnehmen. Wir drücken den beiden Final-Teilnehmenden Michael Wiederkehr und Amélia Piassa vom KV Lenzburg die Daumen!
(WA/LL)

 

 

Über den Mauerrand hinaus

Klischees über Berlin und die Berliner gibt es viele. Erkennbar ist immer noch die Dualität zwischen Ost und West.

Der IKA-Verband pflegt seit ein paar Jahren guten Kontakt zu anderen Schulen, die vergleichbare Arbeit leisten wie wir hier in der Schweiz. Im November durfte eine Delegation des Verbandes das ELINOR Kompetenzzentrum besuchen.

Das ELINOR Oberstufenzentrum in Berlin-Pankow bietet nebst der gymnasialen Ausbildung auch die Ausbildung zur Kauffrau/-mann für Büromanagement mit Fachhochschulanschluss im Vollzeitsystem an. Letztere ist vergleichbar mit unserem KV-Abschluss im M‑Profil.

In interessanten Gesprächen diskutierten die Teilnehmenden über die Bildungssysteme und -politik beider Länder. Nebst der Herausforderung der Digitalisierung lag der Fokus auf der «Dualen Ausbildung».

Die Vorteile des dualen Systems zeigen deutlich auf, wie der nahtlose Übergang in die Berufswelt gewährleistet ist. Die Lernenden arbeiten in einem realen Berufsumfeld und können alle Kompetenzen – praktische und schulische – vereinen. Nach drei anspruchsvollen Jahren der Ausbildung erlangen sie die Reife für die Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen.

Die deutschen Lehrerkollegen und -kolleginnen anerkennen unser schweizerisches Berufsschulsystem. Die Praxiskompetenz löst die ELINOR-Schule intern mit einem fiktiven Unternehmen, und die Lernenden absolvieren nach drei Jahren ein Praktikum, um die theoretisch erworbenen Kenntnisse umsetzen und festigen zu können.

Pestalozzis Trilogie von „Hand, Kopf und Herz“ drückt aus, was in unserem Dualen System verwirklicht ist.

Mariella De Vita

Das digitale Klassenzimmer

 

Schulung „Office 365, OneNote“ Sa 15.9.18digitalisierung-e1539865335468.jpg

Vergangenen Samstag stellte die Informatik-Dozentin Lydia Kochgruber (Kantonsschule Brühl St. Gallen) Einrichtung und Funktionen des Microsoft-Aufgabenplanungsprogramms „OneNote“ und „OneNote Class“ am KV Lenzburg Reinach vor. Beide Programme gelten in Fachkreisen als sehr bedienerfreundlich und geeignet als Plattformen für digitalen Unterricht.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung sowie der vielversprechenden Möglichkeiten des digitalen Unterrichts wird das KV Lenzburg Reinach im Schuljahr 2019/2020 ein Pilotprojekt mit Klassen der BM2 Wirtschaft (Berufsmatura für Erwachsene) durchführen. „Bring your own device“ (BYOD) heisst das Motto, die Lernenden werden ihre eigenen Notebooks mitbringen, der Unterricht wird digital gestaltet. Lehrmittel, Aufgaben, Übungen, Ablagen, Notizen werden nach Möglichkeiten papierlos erworben, erstellt, bearbeitet und abgelegt. Ab Schuljahresbeginn 2020/2021 soll der digitale Unterricht mit Notebookklassen BYOD am KV Lenzburg Reinach für alle neu eintretenden Lernenden einlaufend (B-, E- und M-Profil / BM2 Wirtschaft) umgesetzt werden.

Zur Vorbereitung dieses Projekts fand eine Schulung sämtlicher Lehrpersonen zu „OneNote“ statt. Die Weiterbildung beinhaltete eine Einführung in die Bereiche „Hausaufgaben“ zur Nutzung der Hausaufgabenablage, „Notizbuch“ für Unterrichtsnotizen und „Platz zur Zusammenarbeit“ für Dokumente, an denen mehrere Lernende gleichzeitig arbeiten können. Mit konkreten Anwendungen wurde das Gelernte vertieft.

Die Lehrpersonen erhielten Gelegenheit zur Erstellung eines „Klassennotizbuchs“ für eine Klasse als Werkzeug zur Planung und Dokumentation des Unterrichts. In Übungen mit dem „Klassenblog“ wurden Kommunikationsfunktionen getestet. Verschiedene Notebook-Varianten wurden hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit und Ausstattung verglichen.

Parallel zu weiteren internen Schulungen aller Lehrpersonen des KV Lenzburg Reinach werden zur Zeit drei Lehrpersonen an der Universität Zürich im Lehrgang „Digitale Medien in Maturitätsschulen“ zu Superusern auf dem Gebiet digitaler Unterricht ausgebildet, um eine erfolgreiche Umstellung des Unterrichts sicherzustellen.

RC/WA

«Die Erinnerungen an das Schöne bleiben»

 

Diplom- und Berufsmaturitätsfeier des KV Lenzburg Reinach vom 28. Juni 2018

Die Schul- und Lehrzeit ist in vielerlei Hinsicht eine einschneidende Epoche im Leben eines jungen Menschen. Es ist eine intensive Zeit, die von vielen Lernstunden und Leistungsdruck geprägt ist. Es ist aber auch insofern eine besondere Zeit, als dass sie in einem Klassenverbund erlebt wird. Die Schüler und Schülerinnen gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen, und zwar nicht nur in schulischer Hinsicht, sondern, wie Michelle Käser (E15c), die Rednerin der Diplomfeier der B- und E-Profil Lehrgänge, erwähnt, auch in privater: Die Schul- und Lehrzeit ist eine Zeit, in welcher sich Freundschaften festigen, auflösen, aber auch neue entstehen. Auch Joshua Gubler (BM16e) erinnert in seiner Rede während der Berufsmaturitätsfeier daran, dass sich die Schule und der Unterricht nicht nur durch Inhalte, sondern auch durch zwischenmenschliche Beziehungen auszeichnen. Mit witzigen Bemerkungen zum Schulalltag sorgt er für Lacher im Publikum.

Andreas Schmid, der Schulleiter des KV Lenzburg Reinach, hält in seiner Begrüssungsrede zudem fest, dass die Ausbildungszeit auch deshalb eine einschneidende Zeit ist, weil sie das Fundament für die berufliche Zukunft legt. Im Rittersaal des Schloss Lenzburg gratuliert er den Absolventinnen und Absolventen zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis und zur Berufsmaturität. Über alle Lehrgänge kann die Schule eine Erfolgsquote von 97.2 % vorweisen.

Besondere Erwähnung finden bei der Diplomübergabe die rangierten Absolventinnen und Absolventen (ab Gesamtnotendurchschnitt 5.3). Die Klassenlehrerin der Reinacher E-Profil-Klasse gratuliert Melissa Fehlmann (Bertschi AG, Dürrenäsch) zu einem Notendurchschnitt von 5.4.

Geehrt werden auch jene Lernende, die im dritten Lehrjahr eine hervorragende selbständige Arbeit (SA) verfasst haben und dafür entsprechend die Note 6 erhalten haben. Es sind dies Chiara Huber (Gemeindekanzlei Boniswil), Gamze Gül (Hypothekarbank Lenzburg AG, Lenzburg), Flavia Kretschmer (Mammut Sports Group AG, Seon) und Nadia Wälti (Disch AG, Othmarsingen) mit der SA «Beistände für Minderjährige. Fluch oder Segen?» und Ajla Hodzic (Fehlmann AG, Seon), Carmen Hunziker (Die Mobiliar, Lenzburg), Michaela  Mathys (Unifil AG, Niederlenz) und Nadine Biedermann (Auto Germann AG, Hunzenschwil) mit der SA «Paraplegie – Hindernisfreiheit in der Schweiz».

Mehrere Rangierte können an der darauffolgenden Berufsmaturitätsfeier beglückwünscht werden: Mit der Note 5.5: Sarah Woodtli (Bertschi AG, Dürrenäsch). Mit der Note 5.3: Karin Jakob (Hypothekarbank Lenzburg AG, Lenzburg), Alina Lüscher (Kanton Aargau, Staatsanwaltschaft, Lenzburg) und Yves Widmer (Hypothekarbank Lenzburg AG, Lenzburg). Rangierte der Berufsmaturität für Erwachsene (BM2) sind Bryan Koch mit der Note 5.4, Julia Zehnder, Dominic Rode und Lionel Marclay mit der Note 5.3.

Der Schulleiter verspricht den Absolventinnen und Absolventen in seiner Ansprache eine schöne Feier und hält sein Wort. Dafür verantwortlich sind nicht zuletzt auch die geladenen Künstler und Künstlerinnen. Der Aargauer Autor und Slam Poet Simon Libsig begeistert das Publikum mit drei Beiträgen seiner Spoken-Word-Kunst. Die musikalischen Beiträge von Tanja Urben (Gesang) und Robi Hersberger (Gitarre) bei der Diplomfeier der B- und E-Profil Lehrgänge und jene von Jo Droz (Gesang) und Laura Brogna (Klavier) an der Berufsmaturitätsfeier geben den Lernenden, den Lehrpersonen und den Angehörigen die Gelegenheit, die drei letzten Jahre in Gedanken Revue passieren zu lassen. Und wie Michelle Käser es eingangs sagt, so sind es die «Erinnerungen an das Schöne», die bleiben, und dazu gehört nun auch die Diplom- und Berufsmaturitätsfeier. (CI)