Aargauische U20 Poetry Slam Meisterschaft am KV Lenzburg Reinach

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Auch dieses Jahr haben Lernende des KV Lenzburg Reinach an der aargauischen U20 Poetry Slam Meisterschaft teilgenommen. Die Vorausscheidung fand im Tommasini in Lenzburg statt.

Elf Slampoetinnen und Slampoeten präsentierten ihre Texte dem begeisterten Publikum. Es gab Reime, Dialektexte und solche, die nicht ganz jugendfrei waren. Geschichten, aus dem Leben unserer KV-Lernenden, kreativ aufbereitet.

Die Teilnehmenden wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Sieger – und somit qualifiziert für den Final am 20. Februar 2020 im Kiff in Aarau – waren jeweils diejenigen, die in ihrer Gruppe gewonnen hatten. In der ersten Gruppe gewann knapp Ege Köseciogullari aus der E18b und in der zweiten Gruppe, ebenfalls knapp, Jennifer Ruzicka aus der M18b. Jennifer Ruzicka erreichte mit 43 Punkte die höchste Bewertung des Abends.

Das KV Lenzburg Reinach ist neben fünf Kantonsschulen die einzige Berufsfachschule im Kanton, welche an dieser Meisterschaft teilnimmt. Die Schule gratuliert den Siegern und wünscht diesen viel Erfolg in Aarau.

Text GB
Fotos WA

Impressionen zur Modulprüfung V+V 2 zum Thema Steuern

Das Modul Vertiefen und Vernetzen zum Thema Steuern schliessend die Lernenden am Ende des dritten Semesters mit einer dreiteiligen Prüfung ab. In Zweier- oder (falls es nicht aufgeht) Dreiergruppen bearbeiten die Lernenden Aufgaben zu Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer. Weiter müssen sie am Computer eine Steuererklärung für eine natürliche Person ausfüllen.

Insbesondere bei der Steuererklärung wird grossen Wert auf den praktischen Bezug gelegt. Weiter werden Kooperations- und Kommunikationskompetenzen gefördert. Es handelt sich um eine Open-Book Prüfung.

GB/KG/SP

Immersion am KV Lenzburg Reinach  – Erfahrungsbericht für die Fächer Englisch und Sport 

Wenn die Lernenden der KV M-Profilklassen (Berufsmatura) am KV Lenzburg Reinach in den Sport gehen, fördern sie nicht nur ihre körperlichen Fähigkeiten, sondern auch ihre sprachlichen. Der Unterricht findet seit vier Jahren in englischer Sprache statt. 

«Die Klassen und die Lernenden reagieren sehr unterschiedlich, aber grundsätzlich positiv», erklärt Daniel Hegi, Sport- und Englischlehrer am KV Lenzburg Reinach. Er spricht mit den Lernenden konsequent Englisch und verlangt dies auch von ihnen. Idealerweise sogar, wenn die Lernenden untereinander beispielweise während eines Spiels reden. «Hier muss ich die Lernenden manchmal ermahnen. Wenn die Klassen aber von Beginn an nichts anderes vom Sport her kennen, gewöhnen sie sich meist schnell.» sagt Daniel Hegi. Anfänglich seien vor allem die schwächeren Lernenden oft noch etwas gehemmt, dies vergehe aber schnell, sagt er. Rasch erkennen die Lernenden, dass es für sie eine Chance ist, in einer alltäglichen Situation, Englisch umgangssprachlich zu üben und zu lernen. 

Sportunterricht ist für den Einstieg in Immersion geradezu ideal. Wer etwas nicht versteht, sieht schnell, was gemeint war. Ferner korrigiert Daniel Hegi zwar, wenn die Lernenden ein Wort oder einen Satz fehlerhaft verwenden, es hat aber keine notenmässigen Konsequenzen, da Sport am KV kein Promotionsfach ist.  

Auch wenn es nicht wissenschaftlich nachweisbar ist, darf doch vermutet werden, dass die Lernenden von diesem ungezwungenen Sprachumgang auch für den ordentlichen Englischunterricht profitieren. Daniel Hegi: «Die Lernenden mache im Fach Englisch im Laufe der Ausbildung eindeutig fortschritte, wie weit dies mit der Sport-Englisch Immersion zusammenhängt, ist natürlich schwer zu sagen.» 

Die Lernenden selbst äussern sich ambivalent. Zwar sehen die meisten, dass es eigentlich eine Chance ist, Englisch zu üben, jedoch ist es natürlich eine zusätzliche Hürde, etwa wenn man ein Wort nicht kennt. Teilweise wird auch die Meinung vertreten, dass im ordentlichen Englischunterricht genug lernt wird, und Immersionsenglisch im Sport unnötig sei. 

Es ist wohl ein Angebot, welches vor allem vermisst würde, wenn es nicht existierte. «Manchmal habe ich E- Profil Klassen, die Fragen, warum sie nicht auch immersiv Sport haben», sagt Daniel Hegi. Würde die Schule im kommenden Sommer nicht geschlossen, müsste man sich eine Erweiterung der Immersion auf das E-Profil zweifellos überlegen. 

GB/HD 

Notebooks erobern das Klassenzimmer – Einblicke in den digitalen Unterricht am KV Lenzburg Reinach 

Wenn die Lernenden der Berufsmaturitätsklasse BM19a des KV Lenzburg Reinach seit diesem Sommer im Schulzimmer sitzen, in ihre Lehrbücher vertieft und am Lernen sind, liegen vor ihnen nicht mehr nur gedruckte Bücher – sie schauen in Notebooks. Die Bücher, Arbeitsblätter und Prüfungen erhalten sie grösstenteils in elektronischer Form. Die Digitalisierung verändert Lernen und Arbeiten insbesondere bei den kaufmännischen Berufen. Das KV Lenzburg Reinach will dieser Entwicklung Rechnung tragen. 

«Die Lernenden können einfacher kollaborativ arbeiten, etwa wenn sie gemeinsam einen Text verfassen und sich gegenseitig Feedback geben», erklärt Französischlehrerin Linda Leutwiler. Anstatt dass jeder seine Argumente auf Papier bringt und diese anschliessend zusammengeführt werden, können die Lernenden über das Computertool OneNote ihre Textteile gleichzeitig auf derselben Seite verfassen und den Schreibprozess der anderen in Echtzeit mitverfolgen. «Die Lernenden beginnen, ihre Texte gegenseitig zu beurteilen und bearbeiten. Das ist ein echter Mehrwert zum analogen Schreiben auf Papier», stellt Linda Leutwiler fest. Für die Lernenden wie auch für die Lehrpersonen waren die neuen Computerprogramme anfänglich gewöhnungsbedürftig. In der Zwischenzeit funktioniere es aber gut. 

Den Unterricht selbst führt Linda Leutwiler nach wie vor im Klassenzimmer durch. Bei Gruppen- und Einzelarbeiten kann sie so rasch eingreifen, unterstützen und Fragen beantworten. Lachend fügt sie an, «wenn die Lernenden ein Wort nicht kennen, fragen sie mich, im Internet finden sie fünf verschiedene Begriffe – da ist es schwierig herauszufinden, welcher der passende ist.» 

Da Linda Leutwiler auch bei «analogen» Klassen viel mit elektronischen Hilfsmitteln wie Kahoot oder Padlet arbeitet, haben sich ihre Unterrichtsmethoden bisher nicht gross geändert. Die Vorbereitung auf das internationale Diplom DELF B2, welches die digitale Klasse im nächsten Frühjahr ablegen wird, wird sie auf Papier durchführen, da die DELF-Prüfung bisher noch nicht digital angeboten wird. Dennoch hat sich ihr Kopierpapierverbrauch nahezu auf null reduziert. 

Dass die Unterlagen alle elektronisch gesammelt werden, sehen auch die Lernenden als einen Hauptvorteil. «Alles ist archiviert und immer zur Hand», als Abwechslung schätzen sie es aber, zwischendurch auf Papier zu arbeiten.  

Linda Leutwiler betont, dass gerade im Fach Französisch das Notebook immer wieder geschlossen bleibt. Dies, wenn sie in Kleingruppen die mündlichen Französischkompetenzen der Lernenden fördern will. Sie hat festgestellt, dass sich bei geöffneten Notebooks viele Lernende «hinter den Bildschirmen verstecken». Mündlichen Aktivitäten und Diskussionen, wie sie in Sprachfächern häufig und sinnvoll seien, aber auch eine ganz einfache Begrüssung zu Beginn der Lektion, würden durch die Notebooks eher erschwert. Einer ihrer ersten Sätze zu Stundenbeginn lautet deshalb meistens: «Fermez vos ordinateurs, s’il vous plaît 

GB/LL